Kotz dich aus!

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    • iGame Kudan schrieb:

      Besser, man stumpft ab als dass man denen ihre Ziele erfüllt: Den Alltag, das Sicherheitsgefühl und die Freiheit durch Angst und Schrecken zu stören.
      Unser Alltag und somit unsere Freiheit ist doch aber schon längst gestört, bzw verändert. Man hört zwar immer wieder, auch von ganz oben " Wir dürfen und werden nicht einknicken vor diesen Anfriffen auf unsere Freiheit", die Realität sieht aber anders aus. Nicht so krass, dass man von einem kompletten Wandel sprechen könnte, aber so nach und nach hat sich viel verändert. Oder auch nur Kleinigkeiten, ist eben Ansichtssache. Es gibt ja keine Großveranstaltungen mehr ohne Sicherheitsvorkehrungen, Oktoberfest Gelände wurde/wird zum Käfig wegen dem Zaun ringsum. Ob das klug ist, da kann man streiten; wenn man nur schwer rein kommt, kommt man ja ebenso auch wieder schwer raus. Die Strassen-Boller und andere Hindernisse für Fahrzeuge nehmen permanent zu und erschweren den alltäglichen Lieferverkehr oder sogar die Zufahrten für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge. Viele Fussgängerzonen, Großmärkte und dergleichen sind durch die haufenweise Kameras zum Big Brother Container geworden. Die Überwachung auf allen Ebenen nimmt beinähe täglich zu. Die Flugreisebestimmungen werden teilweise lächerlich. Aus Panik werden Bestimmungen und Verbote aus dem Hut gezaubert, die zwar nervig und zeitraubend sind, aber im Endeffekt vollig sinnlos weil wirkungslos.
      Also so richtig frisch und frei weitermachen wie bisher ist schon lange vorbei.
    • Ubik schrieb:

      Mein Urlaub für November wurde genehmigt.
      Das wird ganz schlimm.
      Am 15. hab ich Geburtstag und am 22. ist der 1. Todestag von meinem Zwillingsbruder.
      Ich wünschte ich könnte das alles überspringen.
      Wirst du aber leider nicht können. Gerade weil es noch lange hin ist, bereite dich darauf vor, damit du nicht von den ganzen schlechten Gefühlen überrannt wirst. Mach dir bewusst, wie viele gute Zeiten du mit Joe hattest und wie viel mehr wert das ist, als das Gefühl des Verlusts.



      Greed has poisoned men’s souls - has barricaded the world with hate;
      has goose-stepped us into misery and bloodshed.
    • Klingt vielleicht doof, aber die Erinnerungen an die Verstorbenen zu feiern kann etwas helfen. Das heisst nicht, dass man deren Tod nicht betrauert. Aber es gibt dem ganzen einen positiven Aspekt. Man feiert was man zusammen erleben durfte und all die guten Erinnerungen die man hat. Und das man trotz der Scheissituation immer noch lachen kann - wie es die Verstorbenen auch möchten.
    • Ubik, ich kann dich verstehen, bei meiner Mama werden es am 28.09 3 Jahre, ihr Geburtstag war auch erst 16.08, es schmerzt immer wieder aufs neue.

      Ich hör auch oft noch eine Sprachmemo die ich mal von meinem Handy einem guten Kumpel zugeschickt hatte als er mir für meine Mama eine Sprachnachricht zu ihrem 60 Geburtstag machte. Da sagte ich zu ihr "warte jetzt mach ich a Sprachnachricht dann kannst ihm danke sagen, dann müssma ned anrufen, der pennt sowieso schon" und ich bin froh die noch zu haben.


      Ich werde dieses Jahr auch wieder ein kleines Feuerwerk für sie abfeuern, also am Todestag, hab ich die letzten 2 Jahre auch gemacht. Ne kurze Batterie eben, damit ich meinen Dreck auch wieder mitnehmen kann.


      Jeden Tag denk ich an sie, rede bissel mit ihr für mich selbst in meinen Gedanken, Abends erzähl ich ihr so bissel von meinem Tag und sag ihr wie früher auch immer gute Nacht, schlaf gut, träum süß, hab dich lieb und schnarch ned so laut. ;) Mag für einige kitschig, doof und psychomässig sein, für mich ists aber genau richtig und ich finds schön.



      Glaub mir, Franky schaut jeden Tag runter, er weiß wie schwer es dir fällt, wie sehr er dir fehlt und wie schwer es dich auch an seinem Geburtstag und Todestag belastet.

      Aber, er wird immer für dich da sein.


      Und ja, das trauern hilft mir persönlich, ich brauch das manchmal. Da muss ich einfach weinen, da muss ich einfach an alles denken, wie sie vor unseren Augen starb, wie dass ganze alles war etc. oder auch an andere, schönere Momente, Urlaube etc.


      Du weißt es selbst, trauern ist hart, aber es hilft. Auch wenn es vielleicht nicht sofort hilft, aber auf Dauer hilft es.

      Reisen veredelt den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf. - Oscar Wilde


      Valar Morghulis | I am the one who knocks | \m/ Frei.Wild \m/
    • Es gibt gute Tage, ich meine wirklich gute Tage, so mit Spaß auf der Arbeit und gute Laune.
      Und dann treffe ich meinen Bruder, nachts im Traum, und ich unterhalte mich richtig mit ihm.
      Das kommt so 2 mal die Woche vor, und dann ist mit mir nichts mehr anzufangen.
      Dann treten mir am Tag wegen jedem Scheiß die Tränen in die Augen.
      Ich hab auch dann absolut keine Energie mehr und könnte nur noch auf der Couch liegen.

      Ich versuche ja wirklich alles, und suche Tipps aus Büchern.
      Sobald ich negative Gedanken habe wandel ich sie gezielt in positive Gedanken um.
      Das hilft wirklich.

      Aber machen wir uns nichts vor, ohne meinen Zwillingsbruder bin ich nur noch halb der Mensch der ich war.
    • Ubik schrieb:

      Es gibt gute Tage, ich meine wirklich gute Tage, so mit Spaß auf der Arbeit und gute Laune.
      Und dann treffe ich meinen Bruder, nachts im Traum, und ich unterhalte mich richtig mit ihm.
      Das kommt so 2 mal die Woche vor, und dann ist mit mir nichts mehr anzufangen.
      Dann treten mir am Tag wegen jedem Scheiß die Tränen in die Augen.
      Ich hab auch dann absolut keine Energie mehr und könnte nur noch auf der Couch liegen.

      Ich versuche ja wirklich alles, und suche Tipps aus Büchern.
      Sobald ich negative Gedanken habe wandel ich sie gezielt in positive Gedanken um.
      Das hilft wirklich.

      Aber machen wir uns nichts vor, ohne meinen Zwillingsbruder bin ich nur noch halb der Mensch der ich war.
      Hast du schon einmal überlegt, mit einem Psychologen darüber zu reden? Möglicherweise kann dir das helfen, dieses Trauma besser zu verarbeiten.
    • MP5 schrieb:

      Ubik schrieb:

      Es gibt gute Tage, ich meine wirklich gute Tage, so mit Spaß auf der Arbeit und gute Laune.
      Und dann treffe ich meinen Bruder, nachts im Traum, und ich unterhalte mich richtig mit ihm.
      Das kommt so 2 mal die Woche vor, und dann ist mit mir nichts mehr anzufangen.
      Dann treten mir am Tag wegen jedem Scheiß die Tränen in die Augen.
      Ich hab auch dann absolut keine Energie mehr und könnte nur noch auf der Couch liegen.

      Ich versuche ja wirklich alles, und suche Tipps aus Büchern.
      Sobald ich negative Gedanken habe wandel ich sie gezielt in positive Gedanken um.
      Das hilft wirklich.

      Aber machen wir uns nichts vor, ohne meinen Zwillingsbruder bin ich nur noch halb der Mensch der ich war.
      Hast du schon einmal überlegt, mit einem Psychologen darüber zu reden? Möglicherweise kann dir das helfen, dieses Trauma besser zu verarbeiten.
      Bin da nicht so ein Fan von. Will nicht mit irgendjemanden reden, dem das Selbe nie passiert ist.
      Nur weil er ein Diplom hat kann er mich auch nicht glücklicher machen.
      Nett, dass du gefragt hast, aber ich muss da wohl selber einen Weg finden.
    • Ich denke mitm Psychologen zu reden könnte evtl. an sich schon helfen, jetzt nicht dass er sagt "ok jetzt probier mal dies oder das" sondern einfach dass du mal einen komplett außenstehenden Menschen hast dem du das erzählen kannst, der dich nicht kennt, der deinen Bruder nicht kannte. Bei dem man nicht das Gefühl hat er hört einem nur zu weil man sein Kumpel ist und man ihn eigentlich nervt. Sondern bei dem man weiß "ok ich zahle zwar dafür, aber dafür muss ich auch kein schlechtes Gewissen haben wenn ich zum 10 mal hintereinander die selbe Geschichte erzähle."


      Und dass mitm Traum, genau das gleiche habe ich auch, letztens sind Mama und ich im Wohnmobil gehockt, standen am Strand und der Traum fühlte sich so extrem real an, da war es für ne ganz kurze Zeit nachm aufwachen so, dass ich mich gefühlt hab als wäre sie noch da.



      Und ich glaube du darfst dir nicht einreden dass du nur mehr der halbe Mensch bist, dass würde Franky auch nicht wollen. Natürlch fehlt ein Teil von dir, wie auch ein Teil von mir fehlt seit Mama gestorben is, aber du bist trotzdem noch da, du bist trotzdem noch der Mensch der du vorher warst, "nur" dass du einen Teil verloren hast und dich veränderst. Dass ist ganz normal und gut.



      Ich meine das jetzt nicht abwertend oder so, nicht dass es so rüber kommt als würde ich sagen wollen Franky hatte vorher wenig Einfluss oder war dir wenig wert oder so etwas. Ich meine nur damit, dass du trotzdem noch der Mensch bist den deine Freunde, deine Familie und den wir zu schätzen kennen gelernt haben, mit seinen Ecken und Kanten. Mit seinen guten und weniger guten Seiten.

      Durch Frankys Reise werden nur neue Eigenschaften zu dir hinzu kommen.


      Kann vielleicht auch nur auf mich zu treffen, aber ich finde ich habe mich in ner gewissen Art und Weise verändert seit meine Mama vorausgegangen ist. Mit positiven aber auch negativen Seiten, deshalb denke ich wird es bei dir auch so sein.

      Reisen veredelt den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf. - Oscar Wilde


      Valar Morghulis | I am the one who knocks | \m/ Frei.Wild \m/
    • Das Problem ist nur, dass ich weder Freunde noch Bekannte habe.
      Hab ich ja nie gebraucht, ich hatte ja immer einen Zwillingsbruder.
      Auf andere Menschen mit ihren Macken konnte ich locker verzichten.

      Tja, jetzt steh ich da. Und hab böse Probleme zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.
      Soll ich das jetzt mit 47 nochmal lernen ?
    • Ubik schrieb:

      Tja, jetzt steh ich da. Und hab böse Probleme zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.
      Soll ich das jetzt mit 47 nochmal lernen ?
      Ums mal ganz krass zu sagen. Bleibt dir was anderes übrig?
      Wenn du nicht den Rest alleine bleiben willst wohl nicht.
      Frag doch mal deine Arbeitskollegen, was die so machen wenn sie weg gehen.
      When the war has been won and our march home begins.
      What was won? What was lost? Will our deeds be remembered? Are they written on stone or in sand?


      We remember our brothers in arms.
    • Gerade dann, wenn du sonst niemanden zum reden hast, würde ich persönlich ein Gespräch mit einem Psychologen empfehlen. Er oder sie hat vielleicht nicht dasselbe erlebt wie du, kann dir aber Tipps geben, wie man damit besser umgehen kann (was du teilweise ja selbst schon machst, wie du oben geschrieben hast). Die Person ist wenigstens vom Fach und mehr als "das wird schon alles wieder" werden dir Freunde/Bekannte oft auch nicht erzählen können, weil sie es selbst nicht besser wissen.

      Ich will dir da allerdings auch nichts einreden. Wenn du es kategorisch ablehnst, ist das auch in Ordnung. Vielleicht ist das nicht für jeden geeignet.
    • Frauen :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:

      Da schreibt/telefoniert man seit 2-3 Wochen mit einander, läuft alles perfekt, Samstag Abend nochmal den Plan fürs treffen besprochen (Bier,Sex und gute Musik :D kam von ihr ;) ) und seit Sonntag früh dann Funkstille, Nachrichten von mir werden nicht beantwortet, teilweise nicht mal gelesen ... was soll son Scheiß??? Von zu Bett gehen unds alles Top zu Aufstehen und alles im Arsch ... muss man(n) das verstehen ?( ?(